

...kommen aus der Unter- und Mittelstufe und sind teils schon mehrere Jahre dabei. Wie viel Theatererfahrung sie schon gesammelt haben, merkt man auf der Bühne und bei schwierigen Übungen wie Abklatsch-Improvisationen.
Nur eines ändert sich auch mit der Erfahrung nie: Lampenfieber begleitet den Auftritt.
...ist neugierig auf alles, was mit Theater zu tun hat, und tauscht gerne Erfahrungen aus: Mail an Gerald Schelle

KÖRPER - STIMME - IMPROVISATION
Im Schultheater ist oft der Text Ausgangspunkt der Arbeit. Bei uns nicht. Über weite Strecken arbeiten wir mit Nonsenstexten als Sprechmaterial, mit stummen Szenen oder Improvisationen. Denn Körper und Stimme sind uns wichtiger als die Einzelheiten des Texts. Entsprechend behandeln wir ihn. Er wird rüde verändert, gekürzt, umformuliert, bis er für uns stimmt.
In der Entwicklung von Szenen und in der Improvisationsarbeit erwerben wir ein Repertoire von Bewegungen, Positionen, Stimmlagen, das dann für die Aufführung eines Stücks eingesetzt werden kann.
Ein Stück erarbeiten heißt im Idealfall: zunächst: Schlüsselsituationen herausnehmen und improvisieren. Was in der Improvisation an Ideen, Erfahrungen, Figurenkonstellationen herauskommt, ist Grundlage für die Aufführung der Szene.
Leider ist das Verfahren nicht für alle Szenen möglich. Denn dann bräuchten wir mehrere Jahre, bis die Aufführung stünde.
+ Abklatsch-Improvisation
Zwei Spieler improvisieren eine Szene. Die anderen schauen zu. - Jeder Zuschauer kann durch Abklatschen zum Spieler werden. Auf sein Klatschzeichen hin frieren beide Spieler sofort ein. Der neu hinzukommende Spieler nimmt die Stelle eines der bisherigen Spieler ein, indem er dessen Standort und Körperhaltung exakt übernimmt und dann anfängt zu reden - aber mit einer vollkommen anderen Geschichte.
+ Nonsenstext
ERNST JANDL: TALK
blaablaablaablaa - bäbäbäbbb
blaablaablaa - blaablaablaablaa
blaablaablaablaa - bäbb
(usw.)
Aufgabe ist es, aus solchen Texten eine Dialogszene zu entwickeln. Dabei gibt es Vorgaben, z.B.: es handelt sich um ein Liebespaar; oder: es handelt sich um zwei Geschäftsleute; oder: Pilot und Co-Pilot im abstürzenden Flugzeug; oder....
+ Dominanzwechsel
Zwei Spieler, A und B. Mit oder ohne Textvorlage.
A ist zu Beginn der Szene klein, unsicher, unterwürfig; am Ende groß und selbstbewusst. B ist zu Beginn groß und selbstbewusst, am Ende klein und unterwürfig.
Die "großen" Aufführungen (Stadthalle, große Bühne, viel Technik) bereiten wir mit Schulchor und Schulorchester gemeinsam vor, die Stücke sind entweder Musicals (TABALUGA, Krach bei Bach, ...) oder Szenenfolgen mit eingeschobenen Songs.
Bei den "kleinen" Aufführungen sind wir auf uns selbst angewiesen. Noch mehr Lampenfieber....
Bremer Stadtmusikanten: Infos Aufführung
Mit 13 fängt die Spannung an Aufführung
Romulus Infos
Musical "Krach bei Bach"
Vorbemerkung: Wer Theaterübungen aus dem Buch heraus durchführt, ohne vorher Erfahrungen mit der Übung gemacht zu haben, kann nie abschätzen, wie sich die Übung entwickelt und was herauskommt. Spannend, aber riskant.
(Einige Titel, die unsere Arbeit geprägt haben)
Gerald Schelle