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Besuch des historischen Maschinenparks des Technikforums Göppingen

Industriekultur zum Anfassen 18.06.2015

Der Blick in die große Halle des historischen Maschinenparks hinter dem Garagentor des ehemaligen Fuhrparks der Firma Boehringer ist ein Blick in die Vergangenheit der Industriegeschichte des Filstals. Uns erwarten klassische, von Transmissionsriemen angetriebene Dreh- und Hobelmaschinen. Das älteste Exponat stammt aus dem Jahr 1881.

Zu Beginn des Lerngangs folgen wir Heinz Böhringers Ausführungen, die uns schnell die Komplexität des Zusammenspiels von Hobel und Werkstück nahebringen. Und wo gehobelt wird, fliegen heute wortwörtlich Späne! Selbst den ersten eigenen Span zu ziehen, können wir kaum erwarten. Dazu stehen an vier der Maschinen die Mitarbeiter für jede Schülergruppe bereit und wir werden sachkundig in die Handhabung eingewiesen.

An den tonnenschweren Drehbänken mit ihren hohen Umdrehungszahlen ist Präzision das Motto! So entstanden ehemals unter dem Sachverstand der Arbeiter aus metallischen Werkstücken Werkzeuge, die den individuellen Anforderungen des Kunden entsprachen, und das in großen Stückzahlen, berichtet Heinz Böhringer. Von der hohen Qualität zeugt auch der Boehringer-Unimog.

Zugegeben, unsere ersten Späne zwirbeln sich eher noch etwas unbeholfen und wir bekommen ein Gespür für das große technische Know-how des Maschinenbaus, das schon in diesen Maschinen steckt.

Viel zu schnell gehen die 1 ½ Stunden vorüber, in denen die große Halle mit ihren Maschinen dank dem Einsatz von Heinz Böhringer und seinem Team, den „Garagenschraubern“ vom Technikforum, zum Leben erwacht ist. So mancher löst sich nur ungern von den unermüdlich hobelnden, drehenden und bohrenden Maschinen, die bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.