Navigation

In der Welt der Milchkühe – HoGy-Fünftklässler besuchen einen modernen Milchvieh-Hof

Die Freude bei den Schülerinnen und Schülern war groß, als sie erfuhren, dass eine Exkursion zu einem Bauernhof ansteht. Nachdem im Unterricht die Theorie fleißig gebüffelt wurde, freuten sich alle darauf auch lebende Tiere beobachten zu können und mehr über die Tierhaltung und Milchproduktion zu erfahren. So ging es am 18. April auf den Bauernhof zur Familie Bosch nach Türkheim.

Die Klassen 5 a, b und c des Hohenstaufen-Gymnasiums erforschten einen ganzen Vormittag lang mit einem Fragekatalog auf eigene Faust, was für eine gesunde und rentable Milchviehhaltung nötig ist. Neben den hübschen, gescheckten Kälbchen und den etwa 130 Milchkühen fanden wir eine Menge Technik – ohne die wäre die Versorgung einer solchen Menge Vieh nicht zu leisten.

Dipl. Agrarwirt Matthias Bosch und Vater Jürgen Bosch (Landwirtschaftsmeister) informierten uns, dass eine gesunde und hohe Milchleistung der Kühe entscheidend von einer idealen Futterzusammensetzung abhängt. Die Mischung macht’s: Gras und Maissilage, Rapsschrot, Getreideschrot und Stroh- und Zuckerrübenpressschnitzel werden den Kühen täglich bereitgestellt. Wer mochte, durfte hier selbst mal eine Kostprobe nehmen, wobei den Schülern der Weizen doch am besten geschmeckt hat.
Darüber hinaus haben wir gelernt, dass der Tag auf dem Milchviehhof schon früh morgens um 5:30 Uhr mit dem Melken beginnt. Ein Fischgräten-Melkstand erleichtert die Arbeit nicht nur, sondern erfasst auch jede Kuh und deren tägliche Milchleistung. Dank der kontinuierlichen Technisierung des Betriebs konnte der Bestand der Milchkühe bei gleichem Arbeitseinsatz in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gesteigert werden. Fallende Milchpreise durch das Überangebot auf dem europäischen Milchmarkt machen die Führung des Betriebs zu einer betriebswirtschaftlichen Herausforderung.

Im geräumigen Stall mit Wellness-Bürste können sich die Tiere nach Belieben bewegen. Am Fuß tragen die Kühe einen Chip mit Schrittzähler. Damit jede Kuh entsprechend ihres Laufverhaltens und der erfassten Milchleistung die richtige Ernährung bekommt, sorgt eine digital vernetzte Kraftfutterstation für die geeignete Futter-Ergänzung.

Weiter ging’s zu den knuffigen bis zu zwei Wochen alten Kälbchen in ihren weißen „Iglu-Ställchen“ draußen auf dem Hof. „Ob die nicht frieren?“ Nein, denn eigentlich fühlen sich die Tiere nämlich zwischen -5 und 10°C am aller wohlsten! Besonders viel Freude kam auf, als die 5er zu den neugierigen Kälbchen in die „Iglus“ klettern durften um sie zu streicheln.

Nach einer ausgiebigen Vesperpause im Strohballenlager mit Strohschlacht, wanderte dann wohl auch der ein oder andere Strohhalm mit in den Bus, der alle zurück zum HoGy brachte.

Danke an das Technik-Forum Göppingen das unsere Neugierde auf Technik auch bei dieser Exkursion wieder unterstützt hat!! Aber vor allem ein Dank an die Familie Bosch, deren blitzblanker Hof mit seinen Traktoren, Ställen sowie gepflegten Kühen und Kälbchen allen lange in Erinnerung bleiben wird.