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Keinen Bären aufgebunden

Artikel in der NWZ am 5.3.2011

Hat ihnen der Oberförster nun einen Bären aufgebunden oder nicht? Am Ende kommt es heraus: Der Oberförster ist selbst der Bär gewesen, was die Gruppe der tanzenden, jagenden, saufenden und Theater im Theater spielenden Förster (Hase, Fuchs, Sonne) am Schluss nicht wahrhaben will.

Den Zuschauern indes konnte kein Bär aufgebunden werden, sie konnten die vielen kleinen Hinweise wohl verstehen: Bärendreck, kannenweise Bärenschnaps, ein Hagebutten fressender Oberförster und ein großer Schürzenjäger auf dem Försterball. Und sie sahen eine mit sparsamen Mitteln inszenierte - die Schauspieler trugen Masken - wunderbar motivierende Aufführung für viele kleine Leute, für die Gerald und Eva Schelle verantwortlich zeichneten. Peter Joas hatte die Orchesterstimmen arrangiert, und Christian Römer leitete sicher und umsichtig Theaterorchester und den auswendig singenden Chor der Unterstufe, der mit Stücken wie "Bären-Vollblut-Boogie-Boogie-Blues" die Handlung illustrierte.

Annerose Fischer-Bucher