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EIN NEUES FACH "WIRTSCHAFT" - WOZU?

Seit dem Schuljahr 2003/04 bietet das HOGY als Pilotschule ein neues Oberstufenfach an: WIRTSCHAFT als vierstündiges Neigungsfach.

Was heißt "Pilotschule"?

Das HOGY gehört zu den ersten Schulen, die das neue Oberstufenfach eingeführt und ausprobiert haben, das nun langsam flächendeckend in Baden-Württemberg angeboten wird.

Und wozu ein neues Fach Wirtschaft?

Dahinter steht die Idee, dass Wirtschaftsvorgänge einen großen Teil der Politik ausmachen (das zeigt ein Blick in die Zeitung). Darüber hinaus greifen sie in das Leben jedes Einzelnen ein: als Konsument, Arbeitnehmer, Steuerzahler, Empfänger von Sozialleistungen, Anleger usw.
Das Fach Wirtschaft ist deshalb Teil einer Allgemeinbildung, die darauf abzielt, Politik und Gesellschaft zu durchschauen und qualifiziert mitentscheiden zu können. Darauf ist der Lehrplan angelegt. Der Kurs ist also kein Vorkurs für ein Wirtschaftsstudium, und das HOGY versucht nicht, in einer Light-Version mit dem Wirtschaftsgymnasium zu konkurrieren.

Schüler, die den Kurs absolviert haben, sollten in der Lage sein,

  • menschliches Verhalten unter ökonomischen Kategorien zu beschreiben und zu beurteilen, was das Modell vom "homo oeconomicus" taugt;
  • verschiedene Wirtschaftssysteme zu unterscheiden und zu bewerten;
  • den Marktmechanismus zu durchschauen;
  • in Grundzügen zu verstehen, welche Entscheidungen in einem Unternehmen getroffen werden müssen;
  • zu beurteilen, welche Handlungsmöglichkeiten der Staat im Bereich Wirtschaft und Sozialsysteme hat, und zu aktuellen Fragen fundiert Stellung zu nehmen;
  • Globalisierungsprozesse und die Kritik an diesen Prozessen zu beurteilen.

Da der Kurs stark projektorientiert ist, lernen sie darüber hinaus, wie man sich Informationen beschafft und verarbeitet; wie man mit Modellen und Simulationen umgeht; wie man in der Gruppe ein Projekt organisiert; und wie man mit Institutionen verhandelt und kooperiert.

Gerald Schelle