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Hogy-Schülergruppe besucht Geflüchtete

Im Erdkundeunterricht im Zusammenhang mit der Unterrichtseinheit Bevölkerung das Thema Migration zu behandeln, ohne die aktuelle Situation in Deutschland in den Blick zu nehmen, ist schwer möglich. Bei der bilingualen Lerngruppe der 8c kam so auch der Wunsch auf, sich selbst einmal ein Bild von einer Flüchtlingsunterkunft und den Geflüchteten zu machen („Können wir uns das mal ansehn?“). So machte sich die Lerngruppe an einem Nachmittag auf den Weg in eine Voralbgemeinde, um von zwei afghanischen Familien Auskunft aus erster Hand über ihr altes und neues Leben sowie die dazwischen liegende Flucht zu erhalten.

Die Schüler erfuhren, dass das Leben hier anders ist, als man es sich vorgestellt hatte, auch schwieriger, z.B. die Sprache, in der sich die Geflüchteten an diesem Nachmittag aber immer verständlich machen konnten. An Deutschland besonders schätzen die Mütter die Freiheit und die Gleichberechtigung; die Kinder wissen es zu schätzen, dass sie hier in der Schule nicht mehr geschlagen werden.

Und auch die deutschen Schüler wurden von den beiden 11 und 13 Jahre alten Söhnen über Deutschland und die hiesigen Gepflogenheiten befragt. Auf der Rückfahrt im Bus machte sich eine gewisse Nachdenklichkeit bemerkbar: In einem Land frei aufzuwachsen und dort später ein auskömmliches Leben führen zu können, ist offensichtlich keine Selbstverständlichkeit.