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G9 am Hohenstaufen-Gymnasium

Für die neuen Fünftklässler möchte das HoGy ab dem kommenden Schuljahr G9 anbieten

Am HoGy sollen Schülerinnen und Schüler ab Sommer 2013 wieder die Möglichkeit erhalten, nach 9 Jahren Gymnasium das Abitur zu machen. Die Stadt Göppingen beantragt auf Wunsch der Schule beim Kultusministerium, dass vom nächsten Schuljahr an hier wieder G9 eingeführt wird.

Dies entspricht einem breit geäußerten Elternwunsch, wird aber auch von Kollegium und Schulleitung als eine hervorragende Möglichkeit gesehen, den selbstgesteckten fachlichen und pädagogischen Zielen noch nachhaltiger gerecht zu werden. Deshalb unterstützen alle schulischen Gremien diesen Antrag mit großer Mehrheit.
Der Schul- und Sportausschuss der Stadt befasst sich am 22. November mit dem Antrag des Hohenstaufen-Gymnasiums.

Wir am HoGy sind der Überzeugung, dass G9 dem entwicklungspsychologischen Reifeprozess der Jugendlichen besser entspricht: Innerhalb von 9 Jahren ist es eher möglich, Inhalte altersgerecht zu erfassen und zu verarbeiten. G9 gibt den Schülerinnen und Schülern insgesamt mehr Zeit: Zeit zum Vertiefen des Stoffes und frei verfügbare Zeit, die sie ihren Interessen gemäß in Arbeitsgemeinschaften, Vereinen, Hobbies oder auch für soziale Arbeit nutzen können. In G9 wird es auch viel leichter möglich sein, als Schüler eine längere Zeit im Ausland zu verbringen.

All dies entspricht dem Profil des Hohenstaufen-Gymnasiums, das mit seinem bilingualen Zug jetzt schon einmalig in Göppingen ist: Die Schülerinnen und Schüler lernen hier so gut Englisch, dass sie in Erdkunde, Geschichte, Biologie und Gemeinschaftskunde Unterricht in der Fremdsprache erhalten. Für diesen anspruchsvollen Zug werden künftige HoGy-Schüler noch mehr Zeit und Muße haben, so dass sie bestens gerüstet sind für Leben und Arbeiten in der globalisierten Welt.

Dem Profil des HoGy entspricht G9 auch deshalb, weil hier besonderes Augenmerk darauf gerichtet wird, dass die Schülerinnen und Schüler ihre sozialen Fähigkeiten und ihre Kreativität entwickeln - „mit Kopf, Herz und Hand“ (HoGy-Leitbild) lernen und  mit dem detailliert ausgearbeiteten Sozialcurriculum ihre Gemeinschaftsfähigkeit stärken.

Schulleiterin Martina Wetzel: „Die Mitwirkung in schulischen und gesellschaftlichen Gremien, ein respektvoller und verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur sowie ein angemessener Freiraum für angstfreies Lernen und Arbeiten brauchen Zeit und Raum, sich zu entfalten. Deshalb steht die Schulgemeinschaft des Hohenstaufen-Gymnasiums hinter diesem Gesamtkonzept und ist der Überzeugung, dass ein neunjähriges Gymnasium das Göppinger Bildungsangebot angemessen erweitert.“

Mathematiklehrer Otmar Schmid: "Der Bildungsplan in G8 bringt manche Themen im Fach Mathematik zu früh und entspricht damit nicht der entwicklungsbedingten Abstraktionsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern. Des Weiteren sind die Übungsphasen in G8 aufgrund des Stoffdrucks oft zu kurz; dies wird sich in G9 deutlich verbessern."

Sonja (K2): "In G9 werden gerade jüngere Schüler mehr Zeit für Hobbies und Musik haben als wir. Ich musste für G8 auf vieles verzichten, was ich gerne neben der Schule weiterhin nebenher gemacht hätte. Die viele Mittagsschule ließ dies nicht zu. Dadurch litten nicht zuletzt leider auch Freundschaften zu langen Kindergarten- und Grundschulfreunden, die sich für eine andere Schule entschieden hatten."

Laura (K1): „G8 ist für viele eine große Herausforderung. Neben dem Sport und der Schule bleibt da auch für mich nicht mehr viel Zeit für andere Dinge übrig.“

Elternbeiratsvorsitzende Christiane Steinbrenner: „ Als Mutter eines Abiturienten und als bisher überzeugte G8-Mutter, scheint mir das neunjährige Gymnasium – insbesondere auch für kognitiv starke und hoch belastbare bilinguale Schüler und Schülerinnen – geeignet, da sie einerseits mehr Zeit für die persönliche Reifung bekommen und sich andererseits Chancen zu Auslandsaufenthalten auftun.“


Fakten zum G9-Schulversuch
Das Land Baden-Württemberg will im Schuljahr 2013/14 an 22 neuen Schulen einen G9-Schulversuch genehmigen, der nicht identisch ist mit dem „alten Gymnasium“.

Das neue G9 bedeutet

  • Ein Schuljahr mehr bis zum Abitur: 9 statt bisher 8 Jahre
  • Lerninhalte der Unter- und Mittelstufe werden auf 7 Jahre verteilt statt auf 6 wie in G8
  • Mehr Zeit zum Erarbeiten und Üben, vor allem in den Hauptfächern
  • Mehr „Luft“ im Wochenplan der Schülerinnen und Schüler (216 Fachunterrichtsstunden in 9 Jahren, statt  204 in 8 Jahren)

 

Zeitungsgartikel zu diesem Thema:

Links zu den Online-Artikeln
Hogy will zurück zu G9: Jetzt ist das Land am Zug | Homepage NWZ 24.11.2012
Hogy hofft auf Rückkehr zu G9 | Homepage NWZ 24.11.2012
Stadt Göppingen unterstützt G9 am Hogy | Homepage NWZ 23.11.2012
Hohenstaufen-Gymnasium will zurück zu G9 (HoGy nimmt den Turbo raus) | Homepage NWZ 13.11.2012

NWZ vom 13. November 2012
NWZ vom 23. November 2012
NWZ vom 23. November 2012