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Die Erinnerung bewahren

Schülerinnen und Schüler vom Hohenstaufen-Gymnasium und dem Freihof-Gymnasium präsentierten ihre Forschungen zum Ersten Weltkrieg.

Gymnasiasten aus Göppingen haben sich gemeinsam an einem schuljahres- und länderübergreifenden Projekt beteiligt, um an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren zu erinnern. Innerhalb der Themenwoche „Vom ‚Erbfeind‘ zum europäischen Partner und Freund“ in der Stadtkirche präsentierten die Ober- und Mittelstufenschülerinnen und -schüler nun ihre Forschungsergebnisse.

Unterstützt von ihren Lehrern Jonas Takors (HoGy) und Andreas Förschler (FGY) sowie Archivar Martin Mundorff befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Fragestellungen zu diesem Thema und recherchierten fleißig im Göppinger Stadtarchiv, unter anderem in alten Göppinger Zeitungsausgaben und Gemeinderatsprotokollen.

Die ersten Präsentationen wurden von Schülerinnen und Schülern des Freihof-Gymnasiums übernommen. Hier ging es um die Forschungen über ein Kriegstagebuch, Lebensmittelkarten, gefallene Schüler im 1. Weltkrieg sowie die Jugend im Spiegel der Göppinger Zeitungen und Gemeinderatsprotokolle.

Joschka Braun vom Hohenstaufen-Gymnasium untersuchte das Thema „Kriegsweihnachten im Spiegel der Göppinger Presse“ und teilte seine Erkenntnisse mit der interessierten Zuhörerschaft in der Stadtkirche. Auch Artiom Turovic fesselte die Zuhörer mit spannenden Details; er hatte die Artikel über den Kriegsausbruch im Sommer 1914 aus der Göppinger Zeitung ausgewertet und zog unter der Fragestellung „Das August-Erlebnis – Nur ein Mythos?“ das Fazit, dass von Kriegsbegeisterung in um um Göppingen in den ersten Kriegstagen zumindest in der Presse nichts zu spüren war.

Eine kurzweilige Talkshow und eine kleine, aber feine Ausstellung aus dem Archivbestand offenbarten weitere, nicht alltägliche Einblicke und rundeten die Veranstaltung ab.

Den Schülerinnen und Schülern ist es auf beeindruckende Weise gelungen, Fragen zum Thema Erster Weltkrieg zu entwickeln und anschließend durch ihre Recherche zu beantworten. So haben sie selbst „Geschichte geschrieben“ und feststellen können, wie historische Sekundärtexte, die ihnen sonst meist nur als fertige Produkte in Schulbüchern begegnen, entstehen.
A. H.