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Fahrt der Klassenstufe 9 zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Eindrücke von Schülerinnen und Schülern der Klasse 9a:

„Am 16.3.2016 trafen wir, also alle Schüler der 9. Klasse des Hohenstaufen-Gymnasiums, uns um 7:30 in der Dürerstraße zu unserer Exkursion nach Dachau. Unsere Fahrt dauerte ungefähr 2 ½ Stunden, wir kamen also gegen zehn Uhr in Dachau an. Wir wurden in unsere vier Klassen eingeteilt und bekamen eine Führung. Die Frau, die unsere Gruppe geleitet hat, war eine Französin, die seit vierzig Jahren in Deutschland lebt. Als wir durch das Tor, das auf das Gelände führt, gingen, dachten wir vermutlich alle dasselbe: ,Ist das groß…!‘ […] Die Rückfahrt war im Vergleich zur Hinfahrt um einiges leiser. Ich finde es wichtig, so erschreckend es auch war, dass man mit der Schule dort hin fährt. […] Was dort geschehen ist, sollte eine Mahnung sein.“
Ines L.

„Als wir auf den einzigen Eingang des KZ-Geländes zuliefen, auf dessen Eisentor ,ARBEIT MACHT FREI‘ stand, schlug mir ein unfassbar starker, eisiger Wind entgegen. Das Tor war am Ende eines ungefähr vier Meter hohen Bogens aus massiven Steinmauern verankert. Als schließlich alle das Tor durchquert hatten, standen wir auf einem riesigen Kiesboden umgeben von Steinmauern, Drahtzäunen und Wachtürmen. Rechts von uns erstreckte sich über die gesamte Länge des Platzes ein weißes, U-förmiges Gebäude mit vergitterten Fenstern. […] Mich fröstelte es. Nicht nur wegen des eiskalten Windes […]. Wir betraten das erste Gebäude rechts – weiß, vergitterte Fenster, kahl, verlassen und alles andere als einladend – und standen in einer Art Museum […]. Die Wände waren weiß und an einigen Stellen waren sie von sich angesammeltem Schmutz der letzten Jahre gezeichnet. Der gesamte Raum war von Säulen gestützt, die gute fünf Meter in die Höhe ragten. An der großen Wand zu meiner Rechten war der Schriftzug ,RAUCHEN VERBOTEN‘ in großen, schwarzen, altdeutschen Buchstaben angebracht. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, dies zu lesen; erdrückend, mit dem Wissen, dass die vielen Gefangenen einmal genau an meinem Platz gestanden sind und genau wie ich den Raum musterte und den schwarzen Schriftzug anstarrten.“
Alina F.

„Die gesammelten Eindrücke dieses Tages werde ich nicht so schnell vergessen.“
Arne

„Trotz der kühlen und düsteren Atmosphäre und der Tatsache, dass hier unschuldige Menschen qualvoll ums Leben gekommen sind, finde ich es wichtig, dass die Schule mit uns das KZ in Dachau besichtigt hat, da es mir die Augen geöffnet hat und mich auch zum Überlegen gebracht hat. Ich bin einerseits dankbar, dass ich diese schreckliche Zeit nicht miterleben musste, doch ich empfinde auch großen Respekt den Inhaftierten gegenüber, die diese Qualen ausstehen mussten.“
Ella T.

„Es war interessant aber schockierend und man merkt, wie gut es ein einem geht, und dass so etwas wie damals NIE wieder passieren darf.“
Hanna S.

„Immer wieder stellte man sich die Frage, wie Menschen das nur anderen Menschen antun konnten.“
Nina

„Es war ein sehr beeindruckender Besuch, der auch etwas Bedrückendes und Mulmiges an sich hatte […]. Alles in allem finde ich es trotzdem wichtig, dass man so einen Besuch mit der Schule macht. Damit kann man sich vielleicht annähernd vorstellen, was damals passiert ist. Nur annähernd, weil es wahrscheinlich noch tausend Mal schlimmer war, als wir es uns jemals vorstellen können.“
Laura S.