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Besuch der Regisseurin Mo Asumang - HoGy gegen Rechtsextremismus

Im Rahmen der Ausstellung „Demokratie stärken- Rechtsextremismus bekämpfen“ besuchten die Berliner Regisseurin Mo Asumang und Herr Vinzenz Huzel, ein Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung, unsere Schule. In Kooperation mit der Stiftung, die uns bereits die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, präsentierte Frau Asumang ihren Film „Die Arier“ der Kursstufe 1 und einigen Zwölftklässlern.

In diesem versucht sie der Frage „Wer sind überhaupt die Arier?“ auf den Grund zu gehen. Doch das kann ihr auf die Schnelle kaum jemand beantworten. Ihre Reise führt sie in den Iran, wo sie erfährt, dass in diesem Land die eigentlichen „Arier“ leben und diese scheinbar keine helle Haut, blonden Haare und blauen Augen haben müssen.

In Deutschland sucht sie das Gespräch mit Neonazis, um deren Ansichten auf den Grund zu gehen, wird allerdings sofort aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe mit den Worten „Ich rede nicht mit dir. Gehe doch zurück in deine Heimat.“ abgewiesen.  Dass sie in Deutschland geboren wurde, interessierte keinen.

Etwas später fliegt sie in die USA und tauscht sich dort mit zwei Mitgliedern des Ku-Klux-Klans, welcher ausländerfeindliche Straftaten bis hin zu Morden begangen hat, aus. Zudem trifft sie auf Tom Mezger, der die Organisation „White Aryan Resistance“ gegründet hat. Obwohl er sie immer wieder beleidigt und seine Denkweise nicht ändert, umarmt er die Regisseurin sogar zum Abschied - aber nicht ohne zu sagen: „Ich hoffe, dass hat keiner gesehen.“

Als der Film zu Ende ging, nahm sich Frau Asumang ausgiebig Zeit für die Fragen der Schüler. „War Ihnen denn nie mulmig zumute, Neo-Nazis direkt gegenüber zu stehen und von ihnen beleidigt zu werden?“ Die Regisseurin meinte, sie habe versucht, sich ruhig zu verhalten und nicht wütend zu werden. Und mit diesem Verhalten haben die meisten ihrer Gesprächspartner nicht gerechnet. Sie ist standhaft und freundlich geblieben, hat ihnen viele Fragen gestellt und letzten Endes ist ihr aufgefallen, dass auch Neo-Nazis „Menschen wie wir“ sind. Einer aus dieser Szene hat bald darauf angefangen, die Ansichten, die er vertritt, zu hinterfragen, ist schließlich ausgestiegen und mittlerweile ein guter Freund von ihr.

Die Schüler konnten viele neue Informationen aus dem Film mitnehmen und haben das, was sie gesehen haben, heutzutage kaum noch für möglich gehalten. Schade nur, dass Frau Asumang dann auch bald wieder gehen musste.

Der Dank gilt Frau Asumang und Herrn Huzel für die interessanten zwei Schulstunden und Herrn Paravac für die Organisation.

von Amelie Carolin Kurpiers, K1