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Studienfahrt Barcelona (18.-23.09.2016)

Sonntag:
Am Sonntagnachmittag trafen wir uns bei strömendem Regen um 13 Uhr am Flughafen in Stuttgart. Nachdem wir unsere Tickets bekommen und die Sicherheitskontrolle passiert hatten, hatten wir noch kurz Zeit, uns umzuschauen und einzukaufen. Um 14:05 Uhr startete unser Flugzeug und wir landeten nach ca. 1,5 Stunden bei strahlendem Sonnenschein auf dem Flughafen Barcelona-El Prat. Von dort aus nahmen wir die Vorortbahn ,,RENFE'', um zu unserem Hostel zu gelangen. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, gingen wir noch gemeinsam Tapas essen.

Montag:
Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück um 8 Uhr. Daraufhin begaben wir uns zum Eingang des Hostels, um um 9 Uhr in Richtung Barrio de Raval aufzubrechen. Dort bekamen wir die Aufgabe, anhand von visuellen Beweisen zu bestätigen, dass es sich bei diesem Viertel um das multikulturelle Zentrum Barcelonas handelt. Die Fotos bestätigten, dass vorwiegend die arabische Kultur im Barrio de Raval vertreten ist. Voller hungriger Vorfreude machten wir uns auf den Weg zur Boquería, dem bekannten Delikatessen-Markt Barcelonas. Dort hatten wir die Möglichkeit, die kulinarische Vielfalt Spaniens kennenzulernen. Diese beinhaltete alles von heimischen Früchten, über Íberico-Schinken bis hin zu Meeresfrüchten. Mit gefülltem Magen ging es für uns weiter zur Kathedrale de la Sante Creu i Santa Eulalia, eine im gotischen Stil erbaute Kathedrale, welche sich im Barrio Gótico befindet. Als nächsten Punkt auf unserer Tagesordnung warfen wir einen Blick auf das Rathaus (Ajuntament de Barcelona) und den Regierungssitz des Katalanische Präsidenten (Generalitat de Catalunya). Anschließend marschierten wir zum Palau de la Música, wo wir kurz die Fassade des beeindruckenden Gebäudes betrachteten. Später machten wir uns auf den Weg zum Hafen der Stadt, mit einem spontanen Zwischenstopp an einer Eisdiele und an der Iglesia Santa Maria del Mar. Am Hafen bewunderten wir die zahlreichen Yachten und das tiefblaue Meer. Den Abend ließen manche durch einen Kinobesuch ausklingen, während andere ihre Freizeit genossen.

Dienstag:
Der Dienstag war unser zweiter vollständiger Tag in Barcelona, bei welchem die Architektur und Kunst von Antoni Gaudí auf dem Programm standen. Morgens um 8 Uhr machten wir uns mit der Metro auf den Weg zur Sagrada Familia, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Gaudí und Barcelona. Dort erhielten wir Aufgabenblätter, die wir im Laufe des Tages vervollständigen sollten. Herauszufinden waren Informationen über Gaudís Leben und Werk sowie die Merkmale und Besonderheiten seiner Baukunst. Leider wurde zu diesem Zeitpunkt das Hauptschiff renoviert, weshalb wir nicht in die Kathedrale hineingehen konnten. Trotzdem war die Sagrada Familia ein beeindruckender Anblick, der sich gelohnt hat. Anschließend gingen zur Casa Milà, welche auch La Pedrera genannt wird. La Pedrera ist ein Haus einer Familie, welches Gaudís besonderer Baukunst unterliegt und Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Zuerst gingen wir auf die Dachterasse des Hauses, welche uns einen tollen Ausblick über die Stadt bot. Mithilfe eines Audioguides wurden wir durch das ganze Haus geleitet und erhielten gleichzeitig viele Informationen zum Bauwerk, dem Architekten und der Familie Milà. Nach diesem ziemlich intensiven Programmpunkt hatten wir Zeit zum Mittagessen. Nachmittags trafen wir uns wieder an einer Metrostation, um zum Park Güell zu gelangen. Dort sollten wir auch noch einmal genau auf die Merkmale achten, die Gaudí in seiner Kunst einbaut. Nachdem wir uns ca. zwei Stunden in dem Park aufhielten, wurden noch die zu bearbeiteten Aufgaben des Tages besprochen. Wir konnten herausfinden, dass die Natur eine große Inspiration des Künstlers ist und man diese auch häufig in seinen Werken wiedererkennt. Den restlichen Nachmittag hatten wir Freizeit bis abends um 20 Uhr. Zu dieser Uhrzeit trafen wir uns vor dem Hostel, um gemeinsam zu einer Flamencobar zu gehen und eine Gesangs- und Tanzvorstellung anzusehen. Die Vorstellung hat gezeigt, mit wie viel Leidenschaft die Tänzer und Sänger versuchen, Liebe und Leidenschaft, aber auch ihren Schmerz in ihrer Kunst auszudrücken. Nach diesem anstrengenden Tag und einem gelungenen Abend machten wir uns auf den nach Hause und gingen alle erschöpft, aber zufrieden schlafen.

Mittwoch:
Am Mittwoch fuhren wir mit der Metro zum Plaza d’Espanya. Dort angekommen hatten wir einen schönen Blick auf den großen Kreisverkehr, in dessen Mitte ein prachtvolles Kunstwerk steht. Außerdem konnten wir zwischen den zwei venezianischen Türmen im Hintergrund bereits unseren nächsten Programmpunkt, das Museo Nacional d’Art Catalunya, sehen. Zunächst machten wir jedoch eine kleine Rallye um die Plaza d‘Espanya, durch welche wir mit Einheimischen in Kontakt kamen. Beeindruckend war, dass die Einheimischen sehr offen, freundlich und hilfsbereit waren und sich unsere Fragen sehr zu Herzen nahmen. Nach der Auswertung unserer Ergebnisse gingen wir ins Museo Nacional d’Art de Catalunya. Im Museum selbst durften wir wieder in Gruppen eine Aufgabe erledigen. Die Aufgabe lautete: Das Gemälde bzw. den Gegenstand auf unserem Puzzle zu finden, Informationen darüber zu sammeln und diese letztendlich zu präsentieren. Für die Beschreibung sollten wir unsere fünf Sinne wie z.B. schmecken verwenden. Im Anschluss an den Museumsbesuch bekamen wir den Rest des Tages zur freien Verfügung gestellt, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, an den Strand oder shoppen zu gehen. Diese Zeit konnte jeder in mindestens 3er-Gruppen genießen.  

 

Donnerstag:
Wie üblich begannen wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück im Hostel um 8 Uhr. Als erster und einziger gemeinsamer Programmpunkt stand das Geschichtsmuseum auf dem Plan. Dort erhielten wir eine private Führung auf Spanisch durch die alten, unterirdischen Gemäuer der Stadt und wurden gleichzeitig sprachlich gefordert. Das Museum liegt zu einem großen Teil unter den heutigen Straßen der Stadt und befasst sich vor allem mit der Zeit, in der die Stadt Barcelona noch nicht ihren heutigen Namen hatte, sondern noch den römischen Namen „Barcino“ trug.
Die Ausgrabungen aus der Zeit des 2. Jh. v.Chr. bis hin zum 3. Jh. n.Chr. sind gut erhalten und liebevoll restauriert, so dass wir gut zwei Stunden hindurchgeführt wurden und sehr viel über die Geschichte Barcelonas lernten.
Nach unserem Aufenthalt „unter“ der Stadt ging es dann aber wieder hinauf in die Sonne zu unserem freien Nachmittag. Wir teilten uns in kleinere Gruppen auf und während die einen das bekannte Stadion des FC Barcelonas besichtigten oder gemütlich durch die Läden der Altstadt bummelten, nutzten wir (Annika Geiser, Karolin Kohnke und Tamara Schmidt) die Zeit, um uns den Hausberg Barcelonas anzuschauen. Der Montjuïc ist mit seinen 173 Metern zwar nicht besonders hoch, begeistert aber dennoch mit seiner tollen Aussicht über den Hafen und die Stadt. Von der Metrostation „Paral-lel“ aus fährt eine Zahnradbahn das erste Stück in Richtung Montjuïc, wer jedoch die Aussicht von ganz oben genießen oder das „Castell de Montjuïc“ besuchen möchte, kann das letzte Stück mit der Seilbahn fahren, von welcher aus man einen fantastischen Ausblick über die Stadt hat. Nach bereits zwei spannenden Stunden im Geschichtsmuseum entschieden wir uns jedoch, nicht auch noch das „Castell de  Montjuïc“ zu besuchen, sondern genossen das gute Wetter und die Sonne bei einem ausgiebigen Spaziergang um den Berg herum mit toller Aussicht über den Hafen und das Meer sowie die Stadt. Auf dem Weg zurück zur Zahnradbahn, welche uns wieder in Richtung des „Plaza d‘Espanya“ bringen sollte, konnten wir uns jedoch keinesfalls das wohl Bekannteste am Berg Montjuïc entgehen lassen: das alte Olympia-Zentrum der olympischen Sommerspiele 1992. Nach einer kurzen Besichtigung der Gegend um das ehemalige große Stadion ging es dann aber auch schon wieder zurück in die Stadtmitte und zum Hostel. Nachdem wir uns alle frisch gemacht hatten, war es dann aber leider auch schon Zeit für den letzten gemeinsamen Abend. Dafür ging es typisch spanisch Tapas essen! Beim Tapas Essen geht es Spaniern nicht zwingend darum, möglichst schnell oder möglichst viel zu essen, vielmehr ist es eine Gruppenveranstaltung, bei der sich Essen und Unterhaltung die Waage halten. Auch Zeit spielt dabei keine besonders große Rolle, schließlich benötigt man auch ein paar mehr der kleinen, aber feinen spanischen Häppchen, um satt zu werden. Natürlich probierten wir uns durch sämtliche Köstlichkeiten Spaniens, von Tortilla über „Patatas Bravas“ bis hin zum typischen Seranoschinken.
Als schließlich auch der letzte Magen gefüllt war, ließen wir den Abend am großen Brunnen vor dem Kunstmuseum ausklingen, welcher mit einer Lichtshow in Szene gesetzt wurde. Dorthin zu gelangen, gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht, da genau an diesem Tag Barcelonas größtes Stadtfest „Mercè“ begonnen hatte. Auch wenn wir weder die Bands noch deren Lieder kannten, genossen wir dennoch die ausgelassene Stimmung mit den unzähligen Spaniern auf dem großen Platz, während wir weiterhin versuchten, den Brunnen zu erreichen. Natürlich konnten wir unsere Studienfahrt nicht ohne ausgiebiges Fotoshooting beenden und erst als genug Gruppenfotos und Selfies gemacht wurden, kehrten wir ein letztes Mal ins Hostel zurück, um am nächsten Morgen wieder in Richtung Heimat aufzubrechen.

Freitag:
Am Freitagmorgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zum Flughafen. Da wir früher ankamen als erwartet, hatten wir auf dem Flughafen noch Zeit zu shoppen oder etwas zu essen. Unser Flieger startete mit leichter Verspätung und so kamen wir um kurz nach 14 Uhr wieder in Stuttgart an. Viel zu schnell war diese tolle und ereignisreiche Woche zu Ende!