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Hogy-Konzert in der Stadtkirche

Ein festliches Adventskonzert mit über 300 Mitwirkenden unter der Leitung von Christian Römer und Peter Joas erlebten viele Zuhörer im Kirchenraum und auf den Emporen der Göppinger Stadtkirche. Werke des Barock von Bach und Händel, Corelli und Manfredini sowie europäische Weihnachts- lieder zauberten eine Vorweihnachtsstimmung, die durch kurze Parabeltexte in Lesungen intensiviert wurde.


Annerose Fischer-Bucher


Festlichkeit pur gleich zu Beginn mit dem Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium von Bach. Orchester und  Kammerchor der Schule, verstärkt durch Eltern, Lehrer, Ehemalige und Freunde, stimmten die zahlreichen Zuhörer auf Weihnachten ein durch eine homogene und glanzvolle Gesamtleistung, die ihren farbigen Bogen über „Denn die Herrlichkeit“ aus Händels Messias bis zu dessen Schlusschor, dem bekannten „Halleluja“ (alles in der Bearbeitung von A. Wins) spannen konnte.

Dazwischen erzeugten einzelne Sätze aus verschiedenen Concerti Grossi von Corelli und Manfredini – verschiedene Pastorale und Adagios – durch ihren wunderbar geführten Duktus eine „Hirtenstimmung“, sowie Ruhe und Beschaulichkeit in der Hektik des Weihnachtstrubels. Einen ganz anderen swingenden Akzent setzte das Spiritual „Mary Mary“ des Kammerchors, begleitet durch  eine Combo des Hogy. Chöre der Klassen 5 und 6
sangen bekannte alte deutsche und europäische Weihnachtslieder auswendig und mit deutlicher Artikulation.

Brücken bauen - nicht nur in und  durch europäische Weihnachtslieder, sondern auch in  einem der Texte aus den kurzen eigentlich philosophischen Geschichten – war das Motto: Ein kleines Kind schenkt dem großen Baumeister, der in allen Variationen und mit allen Schwierigkeiten Brücken bauen möchte, ein ganz einfaches, kleines, selbstgemaltes Bild, um ihn zu trösten. Verblüffend einfach und eben doch nicht einfach – so die Aussage der verschiedenen Texte, die von Sprechern zwischen den Musikstücken rezitiert wurden und von Simone Mayer ausgewählt worden waren. Und so konnte man am Ende des Konzertes wirklich „jauchzen“ und „Klage verbannen“, wie es die neue Schulleiterin Martina Wetzel in ihrer Begrüßung skizziert hatte.
Frenetischer Beifall und Blumen am Ende des Konzerts. 
 

Artikel vom Konzert in der NWZ vom 19.12.2009