HoGy-Schüler/innen entdecken Naturwissenschaften in der Experimenta

Rund 500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg waren in dieser Woche zu Gast in der Experimenta Heilbronn. Beim „Tag der Naturwissenschaften“ erhielten die Klassen der Stufen 7 bis 10 spannende Einblicke in aktuelle Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auch Klasse 8b des HoGys nahm an der Veranstaltung teil und wurde von den beiden Lehrkräften Herrn Mackevics und Herrn Schwarz begleitet. Für jede Schule wurde im Vorfeld ein eigener Programmschwerpunkt festgelegt. Die Göppinger entschieden sich für den Bereich Informatik – und wurden nicht enttäuscht.

Selbst programmieren statt nur zuhören

Gleich zu Beginn stand ein Workshop in der Programmierwerkstatt auf dem Plan. Dort konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden. Eine Aufgabe bestand darin, eine LED-Leiste so zu programmieren, dass sie in verschiedenen Farben und Mustern aufleuchtet. „Es macht einfach mehr Spaß, wenn man direkt ausprobieren kann, ob der eigene Code funktioniert“, meinte ein Schüler aus der Klasse. Genau darum ging es an diesem Tag: nicht nur zuhören, sondern experimentieren, testen und eigene Lösungen entwickeln. Die begleitenden Lehrkräfte beobachteten, dass sich die Lernatmosphäre deutlich vom regulären Unterricht unterschied. Viele Schülerinnen und Schüler stellten Fragen, diskutierten miteinander und probierten mutig neue Ansätze aus.

Große Ideen im Science Dome

Nach dem Workshop besuchte die Gruppe den Science Dome der Experimenta. Dort wurde der Film „Dream Big“ gezeigt, der die Arbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren vorstellt – unter anderem von einer Architektin, die erdbebensichere Gebäude plant. Der Film verdeutlichte, wie technische Berufe unsere Welt konkret mitgestalten. Für einige war das eine neue Perspektive auf mögliche Zukunftswege.

Künstliche Intelligenz zum Anfassen

Zum Abschluss erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Sonderausstellung „KI, was geht?“. An zahlreichen interaktiven Stationen konnten sie ausprobieren, wie Systeme mit künstlicher Intelligenz arbeiten – vom Bilderkennen bis zur Sprachverarbeitung. Dabei wurde nicht nur über Chancen gesprochen, sondern auch über mögliche Risiken und ethische Fragen. Besonders spannend war eine Umfrage unter den Teilnehmenden: Ein überraschend großer Teil konnte sich vorstellen, mit einer KI „befreundet“ zu sein. Diese Einschätzung sorgte durchaus für Gesprächsstoff.

Mitten im Ausstellungsgeschehen begegneten die Achtklässler zudem prominenten Gästen der baden-württembergischen Bildungslandschaft: Staatssekretärin Sandra Boser  und ZSL-Präsident Thomas Riecke-Baulecke  informierten sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern über die interaktiven Stationen. Für viele war es eine besondere Erfahrung, mit Entscheidungsträgern aus der Bildungspolitik direkt ins Gespräch zu kommen.

Lernen, Staunen, Zukunft gestalten

Der Tag in Heilbronn hat gezeigt, wie wichtig außerschulische Lernorte sind. Naturwissenschaftliche Themen werden greifbar, wenn man sie selbst erlebt. Viele kehrten mit neuen Eindrücken – und vielleicht auch mit neuen Ideen für die eigene Zukunft – nach Hause zurück.

Für uns als Schule steht fest: Solche Exkursionen erweitern den Horizont und machen Mut, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die unsere Welt von morgen prägen werden